Einsatzdetails Einsätze 2024

Einsatz: 128-2024 und 129-2024
🗓: 21.05.2024 und 22.05.2024
⏰️: 22:03 Uhr und 08:30 Uhr
📍 : Borna, Oststraße
📟 : B3 Gewerbe
🚒 : ELW, DLK 23/12, HLF-20, LF-10, TLF-Wald, KDOW, SW 2000

Großeinsatz verlangt alles ab
Gegen 22:00 Uhr, am 21.05.2024, wurden die ersten Einsatzkräfte zu einem Gewerbebrand in die Oststraße in Borna gerufen. Bereits auf der Anfahrt war ein enormes Flammenbild und eine extreme Rauchentwicklung sichtbar. Der Einsatzleiter Ingolf Szech forderte umgehend weitere Kräfte der Feuerwehren Borna und aus der Umgebung an. Das Einsatzstichwort wurde in diesem Zuge erhöht. An der Einsatzstelle bot sich für die Brandschützer ein verehrendes Bild. Das Feuer hatte bereits auf das Dach des Marktes übergegriffen und breitete sich in einem rasenden Tempo aus.
Innerhalb kürzester Zeit wurde durch die zahlreichen Einsatzkräfte eine stabile Wasserversorgung aus mehreren Hydranten aufgebaut. Gleichzeitig begann ein massiver Löschangriff aus über 10 Rohren, über den Werfer des Tanklöschfahrzeuges und über 2 Drehleitern. Trotz des extremen Löschwassereinsatzes war das Gebäude nicht zu halten. Ein angrenzendes Wohngebäude wurde vorsorglich evakuiert und mit einer Riegelstellung vor der enormen Wärmestrahlung geschützt.
Für die Anwohner im Umkreis bestand in den ersten Phasen des Einsatzes keine Gefahr. Um die Schadstoffwerte zu messen wurde der ABC-Erkunder der Feuerwehr Elstertrebnitz sowie der Fachberater ABC zum Einsatz hinzugezogen. Alle Messwerte blieben im grünen Bereich. Im Laufe des Einsatzes veränderte sich die Thermik durch die Witterung und der Brandrauch wurde niedergedrückt. Die Einsatzleitung entschied sich vorsorglich eine Warnmeldung an die Bornaer herauszugeben, was unter anderem durch die Warnapp NINA geschah.
Der Einsatz war aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung. Durch die massive Ausbreitung am Anfang musste ein sehr hoher personeller und materieller Aufwand betrieben und organisiert werden. So kamen neben unzähligen Atemschutzgeräten und Luftfiltern auch 620 Liter Schaummittel und über 1, 5 Kilometer Schlauchmaterial zum Einsatz. Von den nicht einzuschätzenden Mengen an Löschwasser ganz abzusehen, war es eine Materialschlacht. Im Verlauf der Löscharbeiten und insbesondere in der Anfangsphase gab es immer wieder Explosionen im Gebäude, welche durch die gelagerten, Spraydosen, Gasflaschen und ähnlichen entstanden. Ein Innenangriff war für die Einsatzkräfte nicht möglich. Das Dach der Verkaufsstätte stürzte ein und erschwerte die Löscharbeiten.
Nach fast 5 Stunden war das Feuer soweit unter Kontrolle und abgelöscht, dass eine Reduzierung der 82 Einsatzkräfte vor Ort erfolgen konnte. Dies war aber noch lange nicht das Ende des Einsatzes. Mit gezielten Löschangriffen, welche auch, mit der Hilfe der Drohne der Feuerwehr Regis-Breitingen, koordiniert wurde, konnten die Kameraden auch die letzten Brandstellen ablöschen.
Nach weiteren Stunden Nachlöscharbeiten und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft verließen die letzten Kameraden gegen 5:00 Uhr das Gerätehaus. Nur wenige Stunden später wurden die Einsatzkräfte der Bornaer Wehr wieder zu der Brandstelle alarmiert. Ein Aufflammen von versteckten Glutnestern erforderte einen nochmaligen massiven Löschangriff. Auch dieser zweite Einsatz zog sich über Stunden. Die Nachbereitungsarbeiten in den Gerätehäusern werden noch den ganzen Mittwoch in Anspruch nehmen.
Im Einsatz waren 16 Fahrzeuge der Feuerwehren Borna, Eula, Neukirchen, Zedtlitz, Kitzscher, Regis-Breitingen, Geithain und Elstertrebnitz. Ebenfalls im Einsatz waren der Stellvertretende Kreisbrandmeister IBLB, das Feuerwehrtechnische Zentrum, der Fachberater ABC, der Pressedienst des Kreisfeuerwehrverbandes und Kräfte des Rettungsdienstes sowie der Polizei.

Einsatz: 094-2024
🗓: 27.04.2024
⏰️: 12:50 Uhr
📍 : Thräna
📟 : B2 Gewerbe
🚒 : ELW, DLK 23/12
Weitere Kräfte: Feuerwehr Thräna, Feuerwehr Wyhra, Feuerwehr Neukirchen
📝 : In einem Bürogebäude brach im Erdgeschoss ein Feuer aus. Eine Person wurde noch vermisst und musste schnellstens gefunden werden. Ein weiterer Mitarbeiter des Betriebes befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im oberen Stockwerk und konnte das Gebäude, aufgrund der extremen Rauchentwicklung nicht eigenständig verlassen. Dieses Szenario treibt jeden Feuerwehrmann die Schweißperlen auf die Stirn. Doch das waren noch nicht alle Menschen, welche durch die Feuerwehr gerettet werden mussten. Auf dem Dach der benachbarten Halle wurden zwei Personen bei Schweißarbeiten durch das Feuer überrascht. Einer erlitt durch die emotionale Belastung einen Zusammenbruch und wurde ohnmächtig. Beide mussten schnellstens über die Drehleiter gerettet und ärztlich versorgt werden.

Den Brand löschen, eine stabile Wasserversorgung aufbauen, Einsatzabschnitte bilden und am wichtigsten die Menschenrettung schnellstens durchzuführen. Die Aufgaben bei dieser Übung im Gelände der „Raubold Transport & Handels GmbH“ waren sehr vielfältig und verlangten von den Kameraden alles ab. Punkt 12:50 wurden am 27.04.2024 die Brandschützer aus Thräna, Wyhra, Neukirchen und Borna alarmiert und nur wenige Minuten später waren die ersten, von den insgesamt 29 Einsatzkräften, vor Ort. Durch die vielen Beobachter war natürlich schnell klar, dass es sich um eine Übung handelte. Trotz dessen nahmen alle das Szenario sehr ernst und handelten wie bei einem realen Einsatz. Alle Personen wurden zügig gerettet und versorgt. Das Feuer schnell lokalisiert und bekämpft.

Der Organisator der Übung, Nico Taubert (Ortswehrleiter von Thräna) und der Stadtwehrleiter Kai Noeske, zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis und dem zeitlichen Ablauf. „Bis auf wenige Kleinigkeiten verlief alles weitestgehend so wie es sein sollte. Die Kameraden zeigten routiniert ihr Können.“ Uns war es ganz besonders wichtig, dass unsere Ortswehren die Zusammenarbeit bei Einsätzen trainieren und die Absprachen perfektionieren. Insbesondere bei großen Einsätzen ist dies von enormer Bedeutung.“ sind sich beide einig.

„Für unser Unternehmen ist es von höchster Bedeutung, dass die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr mit dem Gelände vertraut sind, auf dem sie im Ernstfall arbeiten müssen. Auch wenn jede Notsituation anders ist, hilft es enorm, das Gebiet bereits zu kennen, um besser auf Unvorhergesehenes reagieren zu können. Ich bin immer wieder beeindruckt von der Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen. Für unseren Standort ist ihre Präsenz von unschätzbarem Wert. Sie leisten nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit, sondern verdienen auch große Anerkennung und Unterstützung.“ So Martin Raubold Geschäftsführer der Raubold Transport & Handels GmbH

Einsatz: 057-2024
🗓: 29.02.2024
⏰️: 19:49 Uhr
📍 : Borna, Witznitzer Straße
📟 : B2 Laube
🚒 : LF-10, DLK 23/12, HLF-20, ELW, TLF-Wald, KdoW

Weitere Kräfte: Stellv. Kreisbrandmeister Inspektionsbereich Borna, Polizei, Rettungsdienst
📝 : Rund 30 Kameraden der Feuerwehr Borna sowie der Stellvertretende Kreisbrandmeister des Inspektionsbereich Borna eilten zu einer, in Vollbrand stehenden, Gartenlaube in der Witznitzer Straße. Bereits auf der Anfahrt war ein enormes Flammenbild zu sehen. Sofort wurde mit dem Aufbau der Wasserversorgung und mit der Brandbekämpfung begonnen. Dies war allerdings nicht ohne weiteres möglich. Aufgrund der nicht direkten Erreichbarkeit der Brandstelle mit den Löschfahrzeugen mussten lange Schlauchtrassen gelegt werden. Dies stellte, in der besonders wichtigen ersten Phase des Einsatzes, eine Herausforderung dar. Zum Glück war bereits eine große Anzahl an Einsatzkräften an der Einsatzstelle angekommen. So konnte, trotz der langen Wege, zügig gearbeitet werden. Die Brandbekämpfung wurde mit 3 Rohren durchgeführt. Wobei der Schutz der angrenzenden Laube eine sehr hohe Priorität einnahm.
Nach gut 1,5 Stunden war das Feuer soweit aus und es konnte mit den Nachlöscharbeiten begonnen werden. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten erwies dies sich als sehr aufwendig. In mühsamer Kleinarbeit mussten die Dachflächen geöffnet werden, um an die Glutnester heranzukommen. Mit der Wärmebildkamera kontrollierten die Kameraden das komplette Gebäude sowie alle angrenzenden Bebauungen. Mit der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Gerätehaus, dauerte der Einsatz circa 3,5 Stunden.
Noch während der Nachlöscharbeiten wurden die Kameraden zu einem weiteren Einsatz gerufen. Aufgrund eines medizinischen Notfalls musste eine Wohnungstür geöffnet werden.

Einsatz: 050-2024
🗓: 21.02.2024
⏰️: 14:33 Uhr
📍 : BAB A72 Abfahrt Espenhain
📟 : B1 PKW
🚒 : HLF-20, TLF-Wald
Weitere Kräfte: Polizei, Rettungsdienst, BMW Werkfeuerwehr Leipzig, Stellv. Kreisbrandmeister Inspektionsbereich Borna, Feuerwehr Neukirchen

📝 : Die Feuerwehren Borna und Neukirchen sowie der Stellvertretende Kreisbrandmeister des Inspektionsbereiches Borna wurden zu einem PKW-Brand auf die Abfahrt Espenhain der A 72 alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine schwarze Rauchsäule zu sehen. Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte wurde schnell klar, dass es sich um ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb handelt. Aus diesem Grund wurde das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Borna nachgefordert, da das Löschen dieser Fahrzeuge einen erhöhten Wasserbedarf bedeutet. In diesem Fall handelte es sich um ein Hybrid-Fahrzeug, welches bereits in Vollbrand stand.
Schnellstens wurde ein Löschangriff aufgebaut und die Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz begonnen. Die enorme Hitzeentwicklung und das Kühlen der Batterien erforderten ein behutsames Vorgehen der Einsatzkräfte. Durch das Feuer gerieten auch rund 300 Quadratmeter Böschung in Brand, bei dem eine Restablöschung durchgeführt wurde.
Nachdem das Fahrzeug abgelöscht war, wurde es von der BMW Werkfeuerwehr Leipzig abgeholt, da es sich um ein konzerneigenes KFZ handelte. Dafür wurde ein spezieller Abrollcontainer genutzt, in dem das Fahrzeug verbracht wurde. Insgesamt waren rund 20 Einsatzkräfte der Bornaer Wehren sowie weitere vom Rettungsdienst, der Polizei und Werkfeuerwehr im Einsatz.
Wie bei jeder Alarmierung der Feuerwehr ist ein routiniertes Vorgehen erforderlich. Dafür finden in den Wehren regelmäßig Ausbildungsdienste statt. Gerade erst einen Tag vor diesem Einsatz stand das Thema „Einsätze mit Fahrzeugen mit alternativen Antrieben“ bei den Bornaer Kameraden im Fokus. So konnte das erlernte und gefestigte Wissen sogleich angewendet werden.


Einsatz: 043-2024

🗓: 16.02.2024
⏰️: 21:25 Uhr
📍 : Industrie- und Gewerbegebiet Thierbach
📟 : TH2 Einsturz/ Explosion
🚒 : DLK 23/12, HLF 20, ELW

Weitere Kräfte: Feuerwehr Eula, Feuerwehr Neukirchen, Feuerwehr Pegau, Fachberater, Stellv. Kreisbrandmeister Inspektionsbereich Borna, Rettungsdienst, Polizei

📝 : Die Feuerwehren Borna, Eula, Neukirchen und Pegau (Rüstwagen) sowie der Fachberater und der Stellv. Kreisbrandmeister Inspektionsbereich Borna wurden zu einem gemeldeten Einsturz nach einer Explosion in das Industrie- und Gewerbegebiet Thierbach gerufen. Die ersten Einsatzkräfte begonnen sofort mit dem Aufbau der Löschwasserversorgung sowie mit der Lageerkundung. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz in die Halle. Es stellte sich schnell heraus, dass es sich um eine explodierte Autobatterie handelte. Diese wurde ins Freie gebracht und die Räumlichkeiten anschließend nochmals kontrolliert. 3 Personen mussten Rettungsdienstlich behandelt werden. Im Einsatz waren rund 35 Kameraden der Feuerwehren sowie weitere Einsatzkräfte der Polizei und vom Rettungsdienst.

Einsatz: 016-2024

🗓: 16.01.2024
⏰️: 11:12 Uhr
📍 : Borna, Hartsee
📟 : TH2 Gewässer
🚒 : ELW, SW-2000, RTB 2, LF-10
Weitere Kräfte: Feuerwehr Neukirchen, Feuerwehr Zedtlitz, Feuerwehr Regis-Breitingen, Rettungsdienst, Polizei, Rettungshubschrauber

📝 : Am Dienstagvormittag wurden wir zu einer Personenrettung an den Harthsee gerufen. Eine Person brach, etwa 30 Meter vom Ufer entfernt, in das Eis ein und befand sich dadurch in einer lebensbedrohlichen Situation.
Durch die Leitstelle wurden gegen 11:15 Uhr die Feuerwehren Borna, Zedtlitz und Neukirchen sowie, zur Unterstützung aus der Luft, die Drohne der Feuerwehr Regis-Breitingen alarmiert. Bei der Ankunft der ersten Kräfte befand sich die Person noch im Wasser. Schnellstens, aber mit Vorsicht, näherten wir uns der verunfallten Person, um sie zu sichern. Hierzu bewegte sich ein Feuerwehrmann auf Steckleiterteilen auf dem Eis. Durch dieses Vorgehen wird das Gewicht auf einer größeren Fläche verteilt und die Gefahr eines erneuten Eisbruchs minimiert. Gleichzeitig machte sich ein Schlauchboot auf dem Weg, um die Person aus dem Wasser zu retten und sicher an das Ufer zu bringen.
Durch den Rettungsdienst, welcher mit zwei Fahrzeugen und einem Rettungshubschrauber vor Ort war, wurde die Person betreut und in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren 27 Kameraden der Feuerwehr im Einsatz.
Stadtwehrleiter Kai Noeske, welcher den Einsatz leitete, warnt ausdrücklich vor dem Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen. Die Gefahr einzubrechen und sich in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen ist extrem hoch.

Einsatz: 009-2024

🗓: 05.01.2024
⏰️: 19:23 Uhr
📍 : Borna, Wiesenstraße
📟 : B1 Laube/Garage
🚒 : LF-10, HLF-20, TLF-Wald, ELW, KdoW
Weitere Kräfte: Polizei,
Stellv. Kreisbrandmeister Inspektionsbereich BNA

📝 : Schon auf der Anfahrt war der Feuerschein weithin sichtbar. Sofort nach der Ankunft wurde mit der Brandbekämpfung, unter schwerem Atemschutz, begonnen. Zeitgleich wurde eine stabile Wasserversorgung aufgebaut. Trotz des massiven Löscheinsatzes brannte die Laube vollständig aus.